39. Großer Preis der Stadt Bad Homburg

Am vergangenen Sonntag war die bekannte Kurstadt Bad Homburg vor der Höhe wieder ein heißes Pflaster. Die Stadt am Taunus, hinter vorgehaltener Hand wegen ihrer Millionärsdichte von manchen auch als Monte Carlo am Taunus tituliert und somit in direkter Konkurrenz zu Kronberg und Eschborn, veranstaltete wie viele Jahre zuvor das bekannte Radkriterium Rund um den Kurpark.

Es war aktuell die 39. Austragung eines Rennens, das offiziell der Große Preis der Stadt ist, von jedem Insider aber kurz als Kurparkrennen bezeichnet wird, und der Tanz um die große Wiese begann früh um 8:30 Uhr. Da war es noch vergleichsweise kühl, auch wenn 25°C ein hochsommerlicher Wert ist. Später am Tag sollten es jedoch wieder mehr als 30°C sein. Wir erinnern uns: Seit Wochen, wenn nicht seit Monaten ist dieses Jahr kaum Regen gefallen, die Gluthitze dauert an, die Wiesen sind verdorrt und es herrschen tagsüber spätestens ab 9 Uhr morgens Backofentemperaturen, dass sich keiner mehr wie nötig draußen aufhalten möchte! Herzlich Willkommen in der Obstdarre? Trockenobst ist zwar recht gut haltbar, fährt aber schlecht Rad!

Und so standen sie wieder Schlange – die C-Fahrer vor dem Park-Hotel, auf dessen Veranda man die Nummernausgabe eingerichtet hatte. Über Andrang konnte man zu früher Stunde nicht klagen. Wie das später aussah weiss ich nicht. Wie schon gestern in Offenbach besann sich meine Kamera des nahen Feierabends und stellte – besonders passend – zur Siegerehrung die Arbeit vorübergehend zur Abkühlung ein. Ob es da einen Sinn hat weiter zu machen, wenn man noch dazu weiss, es wird mit fortschreitender Stunde noch heißer werden?

Also bin ich nach dem Jugendrennen heim gefahren und habe den Schatten aufgesucht.

Was gibt es zum Rennen selbst zu sagen?
Es war wie so oft ein Kriterium, eins jener Rennen also, die nicht durch Zieleinlauf, sondern über Wertungen und Prämien entschieden werden. Da es absolut unmöglich ist um die Rennstrecke zu gehen und gleichzeitig auf dem Laufenden bezüglich des Rennstands zu bleiben weiss ich nur das Ergebnis, wie es später ausgehangen wurde.

Es war ein interessantes Rennen mit merkwürdigen Begleitumständen. Da man die Junioren jetzt zusammen mit der C-Klasse starten lässt, damit diese „Rennhärte bekomme“, gibt es bei den Wertungen anscheinend immer wieder Kuddelmuddel. Da ist die Idee aus Offenbach doch die bessere – hinterher still und heimlich alle zu bedenken. Die kommen nächstes Jahr gewiss wieder statt schmollend heim zu fahren weil die Jungspunde den 29jährigen um die Ohren gefahren sind. Wir wissen ja, die C-Klasse ist sowas wie ein Sammelbecken aus Neuaufgestiegenen Ex-Junioren bis hin zu Altgedienten, die nicht genug Zeit fürs Training haben um in die B-Klasse aufzusteigen.

Wer das Rennen nacherleben möchte hat hier Gelegenheit:

Was wird das kommende Wochenende und die nächste Woche bringen? Viel – vermutlich seeehr viel! Wenn es nach mir ginge wäre die Festplatte hinterher voll … so weiss ich nicht mal abschließend, ob ich es zu all diesen Terminen auch schaffen werde! Da spielen die Verkehrslage und das Wetter keine geringe Rolle.

Beginnen wir morgen Abend im Rheinland-Pfälzischen Betzdorf mit der Sparkassen-City-Night, einem bekannten Nachtrennen unter heimeliger Beleuchtung. Am Samstag folgt der Bergkönig, ein „etwas anderes“ Bergzeitfahren in Nordhessen mit diesmal eingebauter Hessenmeisterschaft in dieser Disziplin. Mit Zeitfahren und Meisterschaftsehren weitergehen wird es am Sonntag zwischen Neustadt und Stadtallendorf bei der Hessenmeisterschaft im Einzelzeitfahren. Da freuen sich die Tanke, der Computer und das Bett!
War das alles Straßenrennsport, so wechseln wir von Donnerstag bis Sonntag danach in den Schwarzwald zu einem Vieretappen-MTB-Marathon rund um Feldberg und Brauerei. Der Rothaus-Bike-Giro lässt grüßen …

Ich hoffe auf gutes Wetter mit zuträglichen Bedingungen für viele schöne Bilder…