Morettriathlon

(Foto: Archivbild)

Es gibt da ein empfehlenswertes altes Buch – den Knigge, wie man ihn landläufig nennt. Ausgeschrieben lautet der Titel „Über den Umgang mit Menschen“, und ich habe heute wieder eins dieser Exemplare getroffen, die sich das mal zu Gemüte führen sollten!

Es ist zum Glück ja so: Mit der Wahrheit kann man nicht drohen!
Die Wahrheit ist oft unangenehm, mitunter tut sie weh, aber sie bleibt eins immer: wahr!

Wenn aber einige Zeitgenossen nicht mehr weiter wissen kommen sie halt auf das „Totschlagargument“: Ob man ihnen drohen wolle. So auch heute.

Am See bei Babenhausen angekommen schien zunächst alles friedlich.
Richtig – es schien!!!

Es ist ja fast schon üblich, von Schildern empfangen zu werden mit Aufschriften wie „Zugang nur für Sportler“. Okay, solange es andere Schilder da gibt, die den richtigen Weg weisen ist das auch in Ordnung. Nur die gab es nicht.

Wer von euch wohin gelangen will kommt doch auch nicht freiwillig auf die Idee, mit der Kirche ums Dorf zu gehen, sondern nimmt den offenkundig direkten Weg, solange nichts ebenso offenkundiges dagegen spricht.
Die heimlichen Wünsche Dritter sind nicht offenkundig.

Trassierband hat gewöhnlich die Aufgabe, die Rennstrecke zu begrenzen. Während des Rennens bleiben Zuschauer dahinter, aber solange kein Rennen läuft spricht nichts dagegen, die Rennstrecke zu überqueren, um von A nach B zu gelangen.
Was aber kam dann? Reden wir deutsch!

Es ist – Pardon! – scheisse wenn schon nichts ausgeschildert wird. Gedanken lesen kann kein Mensch, und devot wie bei einer Domina geht’s gemeinhin auch nicht zu. Ich bin sicher einer der Letzten, der etwas gegen eine deutliche Ansprache hätte. Das aber ist etwas anderes als Kommandoton, und dieser verhinderte Kasernenfeldwebel hatte eine Sprachregelung, als ob alle Gäste eben nicht Gäste, sondern seine Leibsklaven wären!

Das könnt ihr vergessen!!! In diesem Ton redet ihr vielleicht untereinander, wenn die anderen sich das gefallen lassen. Mit mir bitte nicht!

„Wer hat Sie denn hier reingelassen? Niemand darf hier drin sein!“
Ich mich selbst, wenn schon keiner weit und breit da steht der es begründet regelt und den erwünschten Weg weist. Vom anderen stand da kein Wort! Das Publikum zu leiten ist eure ureigenste Aufgabe als Ordner, auch zwei Stunden vor dem Rennen, wenn ihr zeitgleich eine solche Ansprache pflegt! Kein Gast hat es nötig, sich für sein Dasein zu rechtfertigen.

Sollte man wünschen, dass Gäste die Veranstaltung nicht besuchen, hat man hier und heute die geeignete Form gefunden, das zu kommunizieren, und wir brauchen uns in Zukunft nicht mehr darüber zu unterhalten. Einen solchen indiskutablen Umgang hat es schon auf vielen Rennen gegeben, und mindestens die Hälfte davon findet man heute nur noch in den Geschichtsbüchern. Irgendwann kommt man damit nämlich mal an den Falschen.

Übermut tut selten gut, und ein grünes Hemdchen macht aus einem Menschen mit schlechtem Umgang keinen verantwortungsbewussten Ordner! So jemand ruiniert aber unter Garantie den Ruf nicht nur der Veranstaltung, sondern je nach Häufigkeit den der kompletten Sportart.