Griesheimer Straßenlauf 2018

Während zuhause in der warmen Küche der Brotteig aufging, gingen ein Dorf weiter in Griesheim die Läufer, und zwar nicht in die Küche, sondern an den Start. Der war bei der heutigen 47. Austragung auf 9:30 Uhr für Schüler und 10 Uhr für die Hauptklassen angesetzt. Angeboten waren wie üblich Läufe von 300m für die Kinder und 1 Km für Schüler, sowie für die Erwachsenen Läufe über 5 und 10 Km sowie Halbmarathon. Gewonnen hat den kein anderer als im Vorjahr auch: Marius Overdick.

Wenn der Griesheimer Triathlet so weitermacht wird aus dem langen Kerl, von dem man meinen könnte er wächst Jahr für Jahr immer noch weiter, einmal ein ganz passabler Marathonläufer! Heute hat es zu einem neuen Streckenrekord zwar nicht ganz gereicht , er war aber bei relativ warmem Wetter auch nicht wesentlich langsamer als im Vorjahr, als er mit 1:15:14 Stunden die neue Strecke einweihte. Immerhin meinte er heute im Ziel, er habe mal zu schwitzen begonnen …

Nachdem Großveranstaltungen im Stadtzentrum nicht mehr möglich waren, wich man vergangenes Jahr an den Waldrand aus und logiert seitdem vor der Mensa der Gerhart-Hauptmann-Schule. Eben dort, wo auch der Silvesterlauf seinen Start hat.

Das muss ein sportlicher Ort sein. Betrachtet man sich die heutigen Ergebnislisten, sind fast überall Lokalmatadoren vorne. Die 5 Km gewann zwar mit Abdelkebir Zaroual Aadel ein Frankfurter, die nächsten vier Plätze gingen jedoch geschlossen an das örtliche Triathlon-Team.

Ein ähnliches Bild über 10 Km. Die gewann Marius Lau, eben vom Triathlon-Team aus Griesheim. Fünfter wurde sein Mannschaftskollege Scott McClymont. Davor Zweiter Guiseppe Troja, Dritter Hendrik Meth aus Mannheim sowie auf Platz 4 der Pfungstädter Altmeister Jürgen Zehnder.

Liefen die 10 Km die Strecke des Halbmarathon, ein großes, krummes T mit mehreren Wendepunkten auf dem extra dafür gesperrten Nordring, einmal, so hatten die Halbmarathonläufer zweimal dieses Vergnügen. Wie man ihnen unschwer ansah war es für manche im hinteren Teil des Feldes wohl ein eher zweifelhaftes. Es war wie schon gesagt zum Ende hin reichlich warm geworden, das Thermometer zeigte auf der Heimfahrt knapp 20°C.

War Marius Vorsprung zur Halbzeit noch ausgesprochen komfortabel, hätte zum Schluss hin das Rennen wohl noch mal spannend werden können. Der Zweite, Tim Lipecki aus Hochheim, hatte zum Ende hin noch mal ziemlich aufgeholt und folgte dem Sieger mit relativ wenig Abstand. Brauchte Marius aktuell 1:18:27 Stunden, waren es für Tim nunmehr 1:18:38 Stunden.

Einige Probleme schien es bei der Organisation gegeben zu haben, war die Nachfrage doch größer als die Anzahl verfügbarer Startnummern. Auch Parkplätze waren eine Stunde vor Beginn kaum noch zu bekommen, die Leute standen nicht nur auf den beiden ausgewiesenen Großparkplätzen, sondern überall, wo es möglich war. Die roten Startnummern des 5-Km-Laufs waren ja noch übersichtlich, später sollte sich das ändern. Blaue waren für die 10 Km vorgesehen und schwarze für den Halbmarathon. Das Blau war eher Dunkelblau. Wohin das führen sollte war großes Fluchen beim Streckenposten, der auf hundert Meter erkennen sollte, ob die oder derjenige noch eine zweite Runde zu laufen hatte oder ins Ziel abbiegen durfte! Wieder mal wussten manche Läufer/innen den Weg nicht. So wie ein Jagdhund, den man loslaufen lässt, und er hört nicht mehr auf bis er zusammenklappt. Es war nahezu unmöglich, blaue und schwarze Schrift auseinander zu halten, und z.B. grüne Nummern habe man keine gehabt. Man hat offenbar ohnehin schon genommen, was irgendwie greifbar war. So galten eben auch Nummern mit blauem Sponsorenaufdruck, aber schwarzer Schrift, als blaue Nummern. Ich denke, man sollte sich hier bei anderen Vereinen umhören, wie das dort geregelt wird. So ist es Lotterie.
Auch wäre eine Anleihe aus dem Radsport sinnvoll. Dort wird vor dem Startschuss „15 Sekunden“ angesagt. Nicht nur die Sportler können sich darauf konzentrieren, auch die Fotografen werden dann nicht überrascht, wenn’s plötzlich knallt. Nicht etwa wegen Lärm, sondern ganz einfach deshalb, weil keiner minutenlang mit der Büchse im Anschlag ruhig warten kann und daher das Risiko groß ist, den entscheidenden Moment ganz einfach zu verpassen.

Auch die Bilder dazu haben laufen gelernt: 

Für Ergebnisse besucht bitte die Seite des Veranstalters.

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