Radcross-DM Bensheim, der Samstag

Gegenüber der Weststadthalle liegt in Bensheim der Sportpark West. Heute war „Tag 1“ der aktuellen Deutschen Meisterschaften im Querfeldein-Radsport mit den Klassen Masters 3, U15, U17 jeweils männlich und weiblich, sowie U23 der Männer, auch genannt Espoirs. Der Begriff aus dem Französischen erklärt, warum es diese Extra-Klasse überhaupt gibt. Das sind die Jahrgänge, von denen sich der Verband „noch etwas erwartet“. Morgen kommen dann die Masters 2, die Frauen, die Junioren U19 und die Männer-Elite dran, garniert mit einem Laufradrennen kurz vor dem Finale für die ganz Kleinen. Wie das in tiefem Gelände gehen soll wird sich zeigen. Kommt vorbei und schaut´s euch an! Der Eintritt ist frei und für das leibliche Wohl wird bestens gesorgt.

Wer nicht vorbeikommen kann hat auch die Möglichkeit, sich den Livestream auf der Website der Veranstaltung anzuschauen. Dort findet man auch alle weiteren Informationen, vor allem den Zeitplan sowie die Ergebnisse.

Kommen wir zu dem, was heute geschah.

Als ich früh um 7:30 Uhr ins Auto stieg um nach Bensheim zu fahren war es stockfinster. Um 8 Uhr sollte das freie Training beginnen.
Hat mal wer Helmlampen?

Die waren aber zum Glück nicht nötig, auch wenn es lange dauerte, bis es einigermaßen hell wurde. Tief hingen Wolken über dem Veranstaltungsgelände, und man fragte sich, ob das Wetter halten würde, oder ob es nicht doch wieder anfangen würde zu regnen.

Gott sei Dank, es hielt! Zwischenzeitlich kam hier und da sogar mal die Sonne etwas raus.

Start der Masters 3

Nach dem Training und dem Warmfahren starteten die „alten Herren“, die Masters3, um 9:30 Uhr zu ihrem Rennen. Es wurde rasch klar, wer hier ansagt.
Michael Stenzel und Ralph Berner fuhren um die Medaillen. Lars van der Sloot vom RSG Lohne-Vechta wurde Dritter. Lange Zeit war es ein Patt, wobei die Entscheidung dadurch fiel, dass Ralph technische Probleme mit seinem Rad bekam und etwas zu oft absteigen musste, während Michael weiterfahren konnte. Was dann bei der Siegerehrung passierte konnte keiner voraussehen: Da stand er dann oben und konnte seine Tränen nicht mehr zurückhalten! Seine Aussage „Jetzt bin ich mit meinem Sport im Reinen!“ sagt viel. Niemand muss sich dieser Freudentränen schämen!

Es folgten die Rennen der Schüler und der Jugend. Die jeweils 20 bzw. 30 Minuten langen Rennen waren mit 2-3 Runden leider zu kurz für mich, um Start und Ziel drauf zu bekommen und noch einige Bilder von der Strecke zu machen. Es musste ein Kompromiss reichen.
Deutscher Meister der U15 wurde Benjamin Krüger vom TSV Niederstaufen, bei den gleichaltrigen Damen gewann Liv Kaja Baacke aus Augsburg. Die U17w ging an Clea Seidel, wobei die beiden Mädchenklassen in einem Rennen mit jeweils etwas Startabstand fuhren.

Kommen wir zur Jugend, männlich, auch bekannt als U17.
Dieses Rennen ging an den Hamburger Jasper Levi Pahlke.

Das abschließende Rennen der U23 wurde bereits im Vorfeld als Treffen der Favoriten angepriesen, standen da doch nicht gerade Unbekannte am Start. Paul Lindenau ist so ein Name. Der Fahrer vom Stevens Racing Team hat im Vorfeld keinen Hehl aus seinen Titelambitionen gemacht, ebenso wie andere auch. Ebensowenig ein unbeschriebenes Blatt ist Niklas Märkl. Der Pfälzer aus einer „radsportverrückten“ Familie konnte sich durchaus etwas versprechen. Gereicht hat es für beide nicht!

Geholt hat sich das Meistertrikot schlussendlich ein Berliner: Maximilian Möbis. Zweiter wurde Frederik Hähnel vom LKT-Team Brandenburg.

Wenn wir nun schon von diesem Team reden ist der Weg zu Jan Dieteren nicht weit.

Der vom Schicksal schwer gebeutelte Bensheimer Lokalmatador fährt seit diesem Jahr ebenfalls für dieses Team und wird morgen am Start stehen, wo er zusammen mit dem anderen erfolgversprechenden Lokalmatadoren, Sascha Starker, den Etablierten einheizen will. Wir werden sehen, was dabei herauskommt!

Meine Bilder dieses Tages sind hier. Weitere werden folgen. Eingesetzt waren insgesamt drei Kameras. Wenn die Sortierung nicht ganz stimmt – sorry!
Noch viel mehr Bilder werdet ihr demnächst beim Veranstalter finden, dessen Fotograf Walter Mier ebenfalls zugegen war.