Treburer Crosslauf

Nach den gestrigen, zum Teil heftigen Regenfällen blieb der für heute vorhergesagte Sturm zum Glück aus. Das Ergebnis war dennoch eine ziemlich feuchte Angelegenheit auf dem bekannten Rundkurs mit Start und Ziel im Treburer Stadion. Immer wieder regnete es ein wenig, nicht genug dass es wirklich nass gewesen wäre, aber doch genug um das Wetter unangenehm erscheinen zu lassen. So war der Boden zwar nicht tief, aber auch nicht mehr wirklich fest, eher so wie feuchter Lehm in der Ziegelei. 

Der Weg führte entweder über eine kleine Runde von 700 Metern, eine große Runde von doppelter Länge, oder ein Mehrfaches von alledem – auf jeden Fall aber den Damm immer wieder hinauf und hinunter. Die Beteiligung war, man muss es so sagen, seitens der Sportlerinnen und Sportler rege, sonst aber „kaum vorhanden“. Wirkliche Zuschauer fehlten weitgehend, wohl in Erwartung des angekündigten Weltuntergangs. Das Publikum bestand daher weitgehend aus Teilnehmerinnen und Teilnehmern bzw. Betreuern, die gerade nicht liefen.

Den Anfang machten um 11 Uhr die Kleinsten. Kaum dass die Jungs und Mädels richtig laufen konnten nahmen sie am Zwergenlauf über eine verkürzte Stadionrunde teil.

Richtig Musik kam dann zur Mitte des Renntags bei den Männern über die Mittelstrecke auf. Wie unser Beitragsbild zeigt lief Aaron Bienenfeld wieder alles in Grund und Boden, wurde Sieger im Gesamteinlauf sowie in der männlichen U20. Wir werden ihn voraussichtlich am kommenden Wochenende wiedersehen – beim Abschlusslauf der Jügesheimer Winterlaufserie, wo er wieder seine Ernte einfahren will.
In dem Lauf steckten jedoch noch etliche weitere Wertungen verschiedenster Altersklassen, sodass es für einen Laien kaum möglich war zu erkennen, dass der Gesamtvierte in Wahrheit ein Sieger war, nämlich jener der Männer-Hauptklasse. Benjamin Becker brauchte 41 Sekunden länger als Aaron Bienenfeld, nämlich gesamt 11:44 Minuten für die 3500 Meter Weg.
Zeitlich dazwischen lag der Sieger der U18, Jakob Thöming sowie der Zweite dieser Klasse, Julius Hild.

Im Lauf der Frauen gab es zehn Wertungen. Von der U18 bis zur W70 war wieder alles vertreten. Für Zuschauer klar war da wie bei den Männern zuvor auch wieder nur der Zieleinlauf mit Paula Mayer aus Mainz vor Kerstin Stephan vom LC Olympia Wiesbaden, bevor mit Alexandra Rechel, Veronika Ulrich und anderen eine kleinere Gruppe folgte.

Der Crosssprint um 13:20 Uhr war wie die Bezeichnung vermuten lässt kurz und deutlich. Entgegen der Ausschreibung hatte man aber den Lauf geteilt, erst die Damen, dann die Herren. So siegten Nina Howorka vom ASC Darmstadt und gleich darauf Marius Welte von Eintracht Frankfurt.

Nächstes Ereignis war der zehnmal so lange Lauf der Männer über 7 Km, den Tim-Arne Sidenstein von der SG Wenden für sich entschied. Er brauchte 23:06,6 Minuten. In die Strecke eingebaut hatte man einen „Kreisverkehr“ um eine alte Baumleiche, die zu umlaufen war und manche Teilnehmer in arge Verwirrung versetzte. Wie man hörte soll in einem der vorangegangenen Läufe ein Teilnehmer den Ausgang nur mit Hilfe gefunden haben…

Gut besetzt war der nachfolgende Lauf der Jugend U16. Nachdem man zuvor den Sprint geteilt hatte obwohl im Vergleich nur ein Bruchteil an Teilnehmerinnen und Teilnehmern dafür Interesse bekundet hatte startete man jetzt Männlein und Weiblein zusammen. Das Ergebnis war eigentlich von Anfang an klar, denn Max Grabosch stand am Start. Er gewann dann auch mit Vorsprung und brauchte für die beiden großen Runden gleich 2800 Meter 9:55 Minuten. Beim Zweiten blieb die Uhr bei 11:10 Minuten stehen. Beste der Mädchen wurde hier Nesrin Ammerschläger  vom der SSC Hanau-Rodenbach in 11.54 Minuten.

Den Abschluss bildete wie schon fast üblich der Lauf der alten Herren über 50. Vier große Runden waren ab 14:30 Uhr zurück zu legen. Überraschungen gab es keine, es gewann Stefan Hinze aus Hanau. Seine Laufzeit: 20:48 Minuten

Ergebnisse findet ihr auf der Website zur Veranstaltung zum Download.

Bilder dazu sind in der Bildersammlung erschienen.