Radcross Queidersbach

Queidersbach ist eine Gemeinde im Pfälzer Wald, und ein Radsportmekka noch dazu. Hier fand am vergangenen Sonntag das Finale des Deutschland-Cup Cross statt. Sieger der Männer-Elite war Felix Drumm, von dem man inzwischen auch weiss, dass er bei der gerade zu Ende gegangenen Deutschen Meisterschaft in Vechta seinen Titel hat verteidigen können. 

Der RV Queidersbach ist ein zwar kleiner, aber rühriger Verein und veranstaltete nun zum dritten Mal seinen Crosscup auf dem Sportplatz „Am Falkenstein“ sowie in den umliegenden Wäldern. Es ist eine sehr sehenswerte Veranstaltung mit landschaftsprägenden Felsformationen, und auch bei schlechtem Wetter besuchenswert.

Aufgrund des angewachsenen Umfangs hat man die Rennen auf zwei Tage verteilt, und begann am Samstag Abend mit dem Hobbyrennen über eine Renndauer von 30 Minuten. Eine Ergebnisliste liegt mir leider nicht vor.
Es folgte um 18 Uhr ein Einladungsrennen unter Flutlicht mit geschlossener Meldeliste für die Männer. Gewonnen hat Ole Quast, der vom Harvestehuder RV bei Hamburg kommt und für das Stevens-Racingteam fährt. Zweiter wurde der Sieger vom Sonntag und spätere neue wie alte Deutsche Meister, Felix Drumm, und an dritter Stelle kommt schon ein Eigengewächs aus dem veranstaltenden Verein, Marco König.

Die Dominanz der Nordlichter setze sich am Sonntag früh im Rennen der Schüler U15 mit dem Sieg von Jasper Pahlke fort. Er fährt für die Harburger RG. Es war etwas schwierig, die Damen in den Listen zu finden. Da findet sich als Beste auf Platz 9 Franziska Koch vom RSV Unna. Lucille Rutsch auf Platz 13 scheint mir ein Opfer der Bürokratie geworden zu sein. Sie ist zwar in der U15 gelistet, fährt aber soweit mir bekannt U17w. Eine separate Liste für Mädchen U17 gibt es offenbar nicht, auch wenn deren Rennen separat ausgeschrieben war. Das ist traurig!

Der Sieg in der Klasse U17 männlich ging nach Gütersloh, und zwar an David Westhoff-Wittwer.

Kommen wir zu den „alten Herren“, den Masters 3 und 4. Es gewann die Masters3 Armin Raible vor Timo Berner und Jens-Peter Becker, die ältere Klasse Masters4 ging an Benny Anderson, gefolgt von Pierrick Ethoin und Heinz Kupper. Insgesamt waren in dieser Klasse nur 5 Teilnehmer am Start, bei den Masters3 waren immerhin 23 gelistet.

Die Masters2 als eigenes Rennen gewann anschließend Ralph Berner vor Stefan Danowski und Vladi Riha, oder anders ausgedrückt ein Hesse vor zwei Nordlichtern.

Halten wir uns an die wirkliche Abfolge der Rennen kommen wir nun zu den Junioren und den Frauen. Das Rennen der Schüler, das um die Mittagszeit hätte stattfinden sollen, wurde quasi als Einlagewettbewerb vor das abschliessende Finale der Männer geschoben.
Es waren 9 Junioren laut Liste im Ziel, der Beste davon hiess Maximilian Möbis, auch er eine Woche später Deutscher Meister in Vechta. Wie gut die Form war zeigte sich auch bei den Damen. Elisabeth Brandau gewann in Queidersbach, um eine Woche später Deutsche Meisterin zu werden. Es waren 16 Damen im Ziel gelistet.

Mauro Brenner und Niklas Flum heißen die Sieger bei den Kids, und wer das Männerrennen gewonnen hat habe ich oben schon erwähnt.

Einen wahren Krimi hat Felix daraus gemacht, denn bis zur Schlussrunde ging es immer hin und her, weil er mangels Punkte aus der vierten Reihe hat starten müssen und sich den Weg nach vorne erst hat freikämpfen müssen. Ole Quast, der Sieger vom Samstag, konnte dann zum Schluss keinen Widerstand mehr leisten und wurde nach hartem Kampf Zweiter in einem packenden Rennen.

Hier geht´s zu den Ergebnislisten. Meine Fotos vom Sonntag sind in der Bildersammlung.

Seinen Abschluss fand ein gelungenes Wochenende mit der Gesamtsiegerehrung des Deutschland-Cups in der warmen Sporthalle, wobei die Abwesenheit etlicher zu bedauern war, auch wenn es dafür teilweise verschiedene Gründe gab. Ein komplettes Abschlussfoto sieht halt doch schöner aus als eins, auf dem die Hälfte fehlt.