Wieder einmal Hangelstein …

Das Waldgebiet in der Nähe von Gießen-Wieseck, volkstümlich bekannt als Hangelstein, [edit: gestrichen auf Aufforderung. Die Bezeichnung sei falsch.] war auch dieses Jahr wieder Austragungsort der örtlichen Bezirksmeisterschaft im Radcross. Wobei – wenn man die Sportordnung streng auslegt dürfte es eigentlich keine Meister geben. In den meisten Klassen war das vorgegebene Minimum von drei Startern nicht erfüllt, und das Feld bestand überwiegend aus auswärtigen Gästen. Die lieferten gute und interessante Rennen, durften aber gemäß der Bestimmungen eben nicht Meister des Bezirks Lahn werden. Aber auch hier gilt, was in solchen Fällen immer gilt: In der Not frißt der Teufel Fliegen und läßt Fünfe grade sein!

Nachdem es in der Nacht davor geregnet hatte herrschten am Ort des Geschehens rechte Crossbedingungen. Matsch gab es reichlich. Was nach den Rennen fehlte war eine Waschgelegenheit, wobei – woher nehmen? In der freien Natur gibt es weder Steckdosen noch Wasserhähne. Aber auch dafür hat die Industrie eigentlich eine Lösung, auch wenn sich die erst langsam verbreitet: mobile Niederdruckreiniger, die es neuerdings für recht wenig Geld in Baumärkten zu kaufen gibt, und die – oh Wunder – gerade für die Radwäsche wie gemacht sind.

Start war um 12 Uhr Mittags. High Noon am Hangelstein im Wald!
Die Kleinsten (U11, U13) begannen ihr Rennen aber zu Fuß und liefen erst mal eine Runde. Quasi zum warm werden, bevor die U13 anschließend noch eine Runde durch den Matsch fahren durfte. Die Wertung der U13 ging unstrittig an Kimi Dauber vom örtlichen Verein RV Kleinlinden, bei den U11 gewann Philipp Drege aus Frankfurt. Hier waren nur vier Teilnehmer, und die auch noch ohne Lizenz, am Start.
Es folgten Schüler und Jugend – U15, U17. Beide Felder waren in etwa gleich stark. Jeweils 6 bzw. 8 TeilnehmerInnen standen an der Startlinie. Bei der Jugend machten Thorben Jost und Jehu Hinder die „Meisterschaft“ unter sich aus, die übrigen Vier waren Gäste. Zwei aus Frankfurt, zwei aus Kassel. So trifft man sich eben in der MItte, in Gießen, zum Radfahren. Noch merkwürdiger war das Ergebnis bei den U15. Die ersten Vier der Wertung waren Gäste, alle von der RSG Frankfurt! Erst auf Platz 5 folgte mit dem Kleinlindener Arvid Koop der erste Lokalmatador.
Das dann folgende eigentliche Hauptrennen darf getrost als „Jam Session“ bezeichnet werden: Junioren, U23, Elite, Senioren, Frauen – alle starteten in einem Rennen, fuhren aber bei getrennter Wertung unterschiedliche Distanzen! Der arme WA!
Das Resultat bei den Männern/Elite war eigentlich von vornherein klar. Am Start stand Sascha Starker, und der gewinnt derzeit so ziemlich alles, was man gewinnen kann! So auch diesmal. Hinter der Ziellinie suchte er sich dann erst mal einen Stock, und begann, sein Rad wieder fahrbar zu machen. Er musste es dazu förmlich ausgraben, denn zunächst mal sah man wenig ausser Matsch.
Den Abschluss machten die Hobbypiloten, die während der Siegerehrungen der vorangegangenen Klassen einen prima Hintergrund für meinen Film bildeten 😉

Alle Ergebnisse findet ihr auf der Webseite des Bezirks unter http://radsportbezirklahn.de.

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