3. Bergrennen Langenbrand 2017

Langenbrand ist ein 800-Seelen-Dorf nahe Forbach im nördlichen Schwarzwald und hat neben viel Natur weitaus mehr zu bieten als man gemeinhin von der Ecke erwartet. Wer also nach einer sportlichen Herausforderung sucht ist alljährlich Anfang September hier genau richtig, fand da gestern doch nun schon zum dritten Mal ein gewisses Bergzeitfahren statt, das einige Besonderheiten zu bieten vermag. 

Zurückzulegen sind je nach Klasse entweder 2500 Meter für die Hobbyradler oder das Doppelte dessen für die Lizenzsportler.
Während 2016 der Start noch nachmittags gegen 15 Uhr stattfand zog man diesen aktuell auf 13 Uhr vor, wohl um Abends nicht in die Dunkelheit zu kommen. Nicht dass die Beteiligung so groß wäre, nach rund einer Stunde sind alle TeilnehmerInnen von der Plattform, aber bis die vielen Wertungen ausgeknobelt sind dauert es gewöhnlich seine Zeit.
Wo gibt es das denn sonst, dass jeder Starter vorher gewogen wird? Nun, ein findiger Sportwissenschaftler hat einen Weg gefunden, aus der Fahrzeit und anderen Werten auf die geleistete Wattzahl zu schließen, und natürlich wurde der Sieger auch in dieser Klasse prämiert.

War Jago Fechtmann vom Urberacher Team Radsport360° mit seinem fünften Gesamtrang anfangs nicht sonderlich zufrieden hellte sich seine Miene doch leicht auf, als er zum Wattmeister ausgerufen wurde.

Ich kann hier aus Platzmangel nicht auf alle erwähnenswerten Details eingehen, sonst wird das hier ein neuer Ben Hur. Also verweise ich auf die offizielle Ergebnisliste, die ihr auf der Webseite der Veranstaltung findet.

Weiter erwähnenswert war die Gesamtsiegerehrung, wo in der Lizenzklasse der Männer fünf statt nur drei aufgerufen wurden:

Jago auf der rechten Seite hatten wir gerade, kommen wir also auf die linke Seite des Treppchens, wo der Lokalmatador Benjamin Merkel zu stehen kam.

Er wurde Vereinsmeister. Herzlichen Glückwunsch allen Erfolgreichen.

Es ist immer wieder eine Veranstaltung im familiären Klima, und so ist es auch verzeihlich, wenn nicht alles auf Anhieb wie bei den Profis klappt. Das ist aber kein Nachteil, sondern insgesamt viel besser als eine vor Kommerz triefende Profiveranstaltung.

Wer ein paar bewegte Eindrücke anschauen möchte wird nebenan bei YouTube fündig (2:48 Min.):

Die technische Qualität ist leider nicht sonderlich berauschend. Das kommt eben davon, wenn man experimentiert. Aber auch das muss sein, denn wo wenn nicht in der Praxis erhält man die Erkenntnisse, die einen schlussendlich dahin bringen, wo die Trauben hoch hängen und besonders süß sind?