Woogsprint

Der „Große Woog“ ist Darmstadts bekanntestes Naturbad. Ein See nicht unerheblicher Größe mitten in der Stadt in der Nähe des Ostbahnhofs mit Anschluss an die Schnellstraße B26 in Richtung Odenwald – das sind ideale Voraussetzungen für eine Ausdauersportveranstaltung.

Heute war der Große Tag für Rennen vom Volkstriathlon über Rennen der Hessenligen, der 2. Bundesliga bis hin zu Schülern, Jugend und Junioren. 

Bis dahin meinte ich noch, im Vorfeld mit Verantwortlichen alles geklärt zu haben. Wo darf man Bilder machen? Was ist Tabuzone? Gibt es nicht, du darfst überall hin!

Ihr kennt aber auch den Spruch „Verlass dich auf andere, und du bist verlassen“? Seit heute hat der eine neue und tiefgreifende Bedeutung.

Um 8:30 Uhr gingen die Teilnehmer der ersten Startgruppe des Volkstriathlons als erste ins Wasser. Vom Schwimmstart ging ich zum Radaufstieg, und von da zur Wechselzone. Es war ein interessantes Rennen, das wie so oft erst auf der Laufstrecke entschieden wurde.

Nach dem Laufen wollte ich gemäß erwähnter Vereinbarung Bilder vom Zieleinlauf machen, aber dazu kam es nicht mehr!
Es kam ein anderer Offizieller an und erklärte, er wünsche nicht, dass ich Bilder mache!

Ist ja lustig. Kennt der Veranstalter keine interne Kommunikation? Darf da jeder machen was er will? Es scheint so!
Von den erwähnten Absprachen sei ihm nichts bekannt, er wisse nur von einem anderen Fotografen – der Bilder verkaufen wolle.

Damit war die Katze dann wohl unfreiwillig aus dem Sack! So war das also!

Das war etwa um 9:30 Uhr, eine reichliche Stunde nach Beginn der Veranstaltung.

Das Vertrauen in bisherige Aussagen ist nach diesem Ereignis natürlich nicht mehr vorhanden. Es kamen unwillkürlich all die Erinnerungen an vergangene, ähnlich abgelaufene Veranstaltungen wieder hoch und waren augenblicklich wieder präsent. Ich habe nachgedacht, und um 9:44 Uhr entschieden dass ich an diesem Ort nichts mehr verloren habe. Weitermachen als sei nichts passiert war unmöglich. Großes Zuschaueraufkommen war nicht da, und wenn euch der Kommerz wichtiger ist als ehrenamtliche Unterstützung könnt ihr auch einen Fotografen bezahlen, der euch Bilder macht. Was zählt denn ein Blog, wenn ein plötzlich aus den Wolken gefallener Kommerzfotograf, der nicht mal zugegen war, meint, ihm ginge sonst sein Geschäft abhanden? Nicht anders ist solches Verhalten zu erklären.

Ich werde ihm daher keinen Vorwand liefern und verzichte deshalb auch darauf, meine bis dahin entstandenen Bilder hier einzustellen. Bisher gerade auch im Triathlonsport gemachte, höchst negative Erfahrungen haben sich heute erneut als nach wie vor wahr erwiesen!

Für das hier erlebte Verhalten fehlen mir leider die passenden Worte.

Am ehesten passt da noch Verrat!
Es ist traurig zu sehen, wie der Sport seine Zukunft verhökert!