Marathonstaffel Mörfelden

Ein beständiges Winterhochdruckgebiet bescherte uns auch an diesem Wochenende heiter Sonnenschein. Das freilich um den Preis eisiger Temperaturen und hart gefrorener Böden.

Es waren -9°C, als heute früh um 9 Uhr im Waldstadion Mörfelden der Startschuss zur diesjährigen Marathonstaffel ertönte. 

Gemeldet hatten Staffeln aller Couleur – vom Nachwuchs über die Senioren bis hin zu wagemutigen Alleinläufern, die bei diesen Bedingungen den kompletten Marathon durch den Wald in Angriff nehmen wollten.
Was tut man, wenn  die Marathondistanz für einen zu viel ist? Man teilt sie auf. Üblicherweise besteht eine Staffel aus vier Personen, Männlein wie Weiblein, alt oder jung. Oft auch bunt gemischt. Manchmal unterbesetzt. Eine Liste aller Teilnehmer gibt es hier.

Der Sonnenschein und die von ihm hervorgerufenen warmen Farben täuscht, es war knackekalt im Wald von Mörfelden. Später kam auch noch Wind auf, der es gefühlt noch kälter erscheinen ließ. Besonders für die, die auf die Rückkehr ihrer Freunde und Bekannten warteten. Für eine Runde konnte man etwas mehr als eine halbe Stunde veranschlagen. Hinterher trug manche/r statt Haare und Bart einen Eispanzer.

Aus dem Wald wieder aufgetaucht war als Erster Tobias Hegmann. Seine Erscheinung passte trotz Jahrgang 1976 gar nicht so recht in die Klasse seiner Staffel „Vereinte Untermain Power“: Senioren M40.

Sein Vorsprung half ihnen aber nicht, gewinnen sollten andere, die zu diesem Zeitpunkt noch einigen Rückstand hatten, jedoch beharrlich an dessen Minderung arbeiteten. Die erste von mehreren Staffeln der LG Rüsselsheim hatte die besten Pferde aus ihrem Stall geholt, wenn man sich ansah, wer da lief: Uwe Bernd, Martin Skalsky, Jörg Rendel und zum Schluss Demeke Wosene, ein Name, der schon in anderen Läufen der letzten Zeit für Aufsehen gesorgt hatte. Auch Martin ist ja als Dauergewinner kein Unbekannter.

Bis dahin war jedoch noch Zeit.
Es ist auch für die Zuschauer gerade deshalb spannend, weil niemand das Ergebnis vorausahnen kann. Wie die Staffeln ihre Läufer einordnen – die Schnellen vorne, oder hinten – ist ja bis dahin unbekannt. So blieb für die, die ihren Teil schon beigetragen hatten, Zeit, sich der anwesenden Presse zum Gespräch zu stellen, Bilder zu machen oder machen zu lassen, sich mit warmen Getränken zu verpflegen, oder einfach abzuwarten was passiert.

Schon beim letzten Wechsel war der Fall aber klar, zu groß war inzwischen der Vorsprung der Rüsselsheimer geworden. Da hätte schon sehr viel anbrennen müssen, wenn sie das nicht gewonnen hätten. Da brauchte es die Klasse eines Demeke Wosene garnicht, er konnte seinen Teil als Training verbuchen.

So ging das Rennen in 2:32:01 Stunden an die Rüsselsheimer, 9 Minuten später gefolgt vom Team Valentin, sowie bald danach von LF Naheland Bad Kreuznach. Die offizielle Zieleinlaufliste ist hier.

Man sieht daran die Beliebtheit der Veranstaltung, dass oft weite Wege nicht gescheut werden, um hier unter Beschallung startender Flugzeuge am Sonntag Morgen einen Marathonlauf zu absolvieren. Das sollte man nicht vergessen, liegt die Startbahn 18 West des Frankfurter Flughafens doch quasi um die Ecke.

Zur Belohnung zum Schluss gab es dann Süffiges ebenso wie andere Andenken für die ersten Drei jeder Klasse, ebenso wie die Erinnerung an den in wenigen Wochen an gleicher Stelle stattfindenden Halbmarathon Mitte Februar.

Die 387 Fotos vom Rennen sind in der Bildersammlung.

5 Antworten auf „Marathonstaffel Mörfelden“

  1. Schön, dass es von „Riedgras“ wieder Berichte und Fotos gibt (auf Letztere freue ich mich schon) !
    Speziell beim (leider nicht mehr stattfindenden) TGS-Walldorf-Waldlauf waren die regelmäßig klasse!

    Ulrich L. (LT Neu-Isenburg)

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