10. Dünsberg-MTB-Marathon

Sören Nissen heisst der Sieger des diesjährigen Dünsberg-Bike-Marathon in Biebertal. Er brauchte 2:06.41 Stunden für die 54 Kilometer über Stock und Stein. 

Der Start erfolgte pünktlich um 9:20 Uhr an der Sporthalle in Rodheim-Bieber. Die vorgegebene Teilnehmerzahl für die Langstrecke wurde nicht erreicht, weshalb es „nur“ einen Lauf über die als Kurzstrecke definierten 54 Km gab.
Dem folgte um 10 Uhr der Start des Mini-Marathon über 27 Km, den Marian Kopfer für sich entschied.clip-65

Zur Halbzeit des Rennens waren sie am Dünsberg noch gut zusammen. Es hatten sich mehrere Gruppen gebildet, aber die Führung wechselte ständig.
clip-49Ein besonderer Service für Zuschauer und Medienvertreter war der Shuttlebus, der zwischen dem Start und dem Parkplatz am Dünsberg pendelte und so eine gute Verbindung herstellte, die auch eifrig genutzt wurde.

So kam ich auch rechtzeitig wieder im Ziel an, um auf den Zieleinlauf zu warten. Naturgemäß kamen die Mini-Marathonis zuerst. Marian braucht nur gut eine Stunde, offiziell 1:00.03 Stunden.

Die Ergebnisliste gibt´s hier.

Da es schon einen offiziellen Fotografen gab hatte ich mir ein Videokonzept zurecht gelegt, das bis dahin auch reibungslos funktionierte. Leider werdet ihr den Film dennoch nicht zu sehen bekommen, da der Veranstalter seinen Teil dazu beigetragen hat, dass hier Ende war!
Das muss man sich mal auf der Zunge zergehen lassen – da wird man zuerst mit Handschlag begrüßt und bekommt ein Bändchen, das einem unter anderem Essen und Trinken frei stellt. Man sei Gast des Vereins. Später hält das einen Ordner nicht davon ab, einen aus der Zielzone zu weisen, nachdem ich dort bis dato schon eine Anzahl Aufnahmen vom Ziel der Minimarathonis gemacht hatte. Zu einer Dokumentation eines solchen Ereignisses gehört das halt mal dazu. Natürlich hatte diese Aktion den sofortigen Abbruch aller Dreharbeiten zur Folge.
Einen Film zu machen ist eben weitaus mehr, als eine Anzahl Einstellungen aneinander zu reihen. Es ist Konzeptarbeit, und wenn währenddessen man sich mit den Ordnern herumschlägt die Sieger ins Ziel fahren sind diese Schlüsselszenen eben verloren! Die lassen sich nicht nachholen, nichts kann solche Fehler reparieren.

Hochmut kommt vor dem Fall!

Das absolut lächerlichste dabei war die Ausrede der Veranstalter: Sie hätten die Ordner angewiesen, streng darauf zu achten, dass sich keine Zuschauer an der Kuchentheke bedienen! Haben die Leute denn keine Augen im Kopf? Für Argumente und Verweise völlig unzugänglich benahmen sich die Ordner wie Roboter, die nur ihrem Programm verpflichtet sind! Fragt mich der Ordner noch, von welchem Sender ich sei! Dass das Armband die Antworten geliefert hat hat ihn nicht im Geringsten interessiert. Ganz nebenbei bemerkt, auch professionelle VJs arbeiten mit einer ähnlichen Ausrüstung. Was ich da nutze sind professionelle Kameras, die man im regulären Handel überall besorgen kann. Alleine nach optischen Gesichtspunkten lässt sich das heute nicht mehr auseinander halten.

Nur mal so am Rande: Erwartet ihr ernsthaft, dass sich ZDF oder HR zu euch verirren? Oder vielleicht sogar Eurosport? Für die ist euer Rennen keine Nachricht. Lest mal nach wie sich für Medien eine Nachricht definiert. Die wichtigste der Bedingungen dafür habt ihr gerade sabotiert, nämlich die Öffentlichkeit. Wenn das keiner erfährt wird es keinen interessieren – ausser den Teilnehmern natürlich. Das ist aber kein Personenkreis, der so etwas für eine überregionale Ausstrahlung interessant macht. Da gibt es genug anderes, mit dem sich mehr Quote und damit mehr Werbeumsatz erzielen läßt! Darum geht es bei den großen Sendern an allererster Stelle, und Möglichkeiten im Kleinen wie z.B. ein Video vom Rennen bei Youtube habt ihr heute erfolgreich gesprengt. Da helfen auch keine nachträglichen Krokodilstränen mehr.

Nun gut, ab jetzt macht eben jemand anderes die Filme, die auch dazu beitragen hätten können, dass sich mehr Menschen für eure Veranstaltung interessieren, denn dann hätte irgendwann eine Nachricht im obigen Sinn daraus werden können.

Hätte – hätte – Fahrradkette!

Ich hatte schon früher durchblicken lassen, dass ich es mit der Ankündigung ernst meine, beim nächsten Vorfall dieser Art, der ja nun weiß Gott nicht der Erste seiner Art gewesen ist, keine Bilder oder Filme mehr zu veröffentlichen oder sonst wie zugänglich zu machen. Dieser Fall ist nun eingetreten! Ich hatte es erwartet, nur nicht unbedingt bei euch!
Einige wenige lokale Veranstaltungen werde ich natürlich auch weiterhin besuchen, aber ob ich die Bilder online stellen werde ist derzeit höchst fraglich! Auch ich habe es nicht nötig, hundert Kilometer oder mehr zu einem Rennen zu fahren, dessen Veranstalter ich bislang noch vertraut habe, um dann dort davongejagt zu werden wie ein räudiger Hund! Es ist eure Verantwortung, wie ihr mit euren Helfern umgeht. Sonst habt ihr bald keine mehr!
Manche bei euch sind der Ansicht, am regulären Dienstleistungsmarkt ständen die Filmer und Fotografen Schlange und würden sich darum reißen, bei euch kostenlos Bilder machen zu dürfen.
Nun gut, dann zieht mal los und sucht nach Angeboten. Es würde mich nicht wundern, wenn es sich da benimmt wie mit der Anzahl an Zuschauern bei euren Rennen. Entweder bekommt ihr eine gesalzene Rechnung, denn gratis arbeiten kann keiner der davon leben muß – oder ihr macht euch eure Bilder wirklich selbst, wenn ihr das denn könnt.

Sonst habt ihr eben keine mehr!

2 Antworten auf „10. Dünsberg-MTB-Marathon“

  1. Sehr geehrter Herr Laut,
    hochinteressanter Bericht. Vielleicht ist man auch ein wenig zu empfindlich. Sicherlich war es nicht die Absicht unseres Helfers einen tollen Marathonvideo bzw. Bericht zu verhindern, die beschriebene Situation hätte man sicher vernünftig klären können. Ich war persönlich leider nicht vor Ort, konnte deshalb nicht eingreifen.
    Nach wie vor schätzen wir ihre Anwesenheit und ihre Arbeit, daran wird sich auch nichts ändern.
    Deshalb würde ich gerne nochmal persönlich mit ihnen sprechen.
    Telefonisch bin ich unter 0170-5223031 zu erreichen.
    Wie kann ich Sie erreichen ?
    Mit sportlichen Grüßen
    Thomas Gerlach (Organisation)

    1. Hallo Herr Gerlach,
      Sie kennen die grundsätzliche Regel „Den Weisungen des Personals ist Folge zu leisten!“? Das muss man nicht erörtern. Wenn der Ordner seinen Weisungen folgend fragt, von welchem Sender ich sei, bin ich nciht bereit zu lügen. Oder soll ich sagen, cih sei vom Hessischen Rundfunk? Auf meine wahrheitsgemäße Antwort folgte prompt die Forderung „… dann verlassen Sie sofort den Zielbereich!“. Alles weitere muss niemand mehr erörtern! Man hat vor Ort zugegeben, das so gewollt zu haben, jetzt steht bitte auch dazu. Da Filmarbeit konzeptarbeit ist und solche Scharten nicht repariert werden können – fehlende Schlüsselszenen wie der Zieleinlauf des Marathons – ist das Projekt mit diesem Zwischenfall gescheitert gewesen. Alle bislang eingebrachte Arbeit war vergebene Mühe. Das hat niemand nötig, zumal es fast schon zu erwarten war und ab jetzt bei jedem Rennen zu erwarten ist. Dieses Verhalten ist ja weitverbreitet, gerne auch in Kombination mit der Forderung, nur Presseausweisinhaber dürften berichten. Lesen Sie bitte nach, wer in Deutschland eine solche Karte haben darf und wofür sie in Wirklichkeit steht. Ich bin Amateur und habe keine Mittel, solchen Machtmißbrauch zu verhindern. Ich kann mich aber danach richten. Sie wissen was das heisst? Ab sofort darf gern jemand anderes die Bilder machen, einen Fotografen habt ihr ja, der auch gut ist.

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