Sportfotografie

Gestern war wieder so ein Tag. Es schien die Sonne bei Temperaturen von mehr als 30°C. Mancher fragt sich da wieso Fotografen bei einem Radrennen zum Blitzgerät greifen.
Hier ist die Erklärung. 

Wo Licht ist, ist auch Schatten! Das ist ganz natürlich, vor allem wenn am Rand der Rennstrecke Bäume stehen und Schatten werfen.  Dann ist da das Feld der Rennfahrer, mitunter 50 Meter lang. Ein Teil ist in der Sonne, ein Teil im Schatten der Bäume, und wenn es blöd läuft steht die Sonne auch noch im Gegenlicht, beleuchtet also den Rücken der Sportler und die Gesichter sind schwarz.

Hier wäre so ein bildhaftes Beispiel:AF1V8131

Das ist natürlich unbrauchbar.

Selbst heute moderne vollautomatische Kameras können dagegen nichts tun. Zwischen Licht und Schatten besteht ein Kontrastverhältnis gerne über 1 : 1.000.000. Die digitalen Sensoren können aber nur ein solches von maximal 1 : 10.000, manchmal noch weniger, wiedergeben.

Welche Wahl hat man? Es hilft ja nichts einfach auf die Schatten zu belichten. Die dort befindlichen Fahrer wären dann hell, aber die in der Sonne nicht mehr vorhanden…
Man hat eigentlich nur eine Wahl: Die Schatten so gut es geht mit Licht zu füllen, und das kommt aus dem Blitzgerät.

Es mag manche stören, darum sollte man niemandem von vorn aus der Nähe in die Augen blitzen. Andererseits ist die Technik auch nicht gerade neu, denn dasselbe Problem hatten schon die Diafotografen vor 50 Jahren. Man muss also davon ausgehen, dass ein Fahrer, der einen Fotografen am Streckenrand bemerkt, mit etwas Erfahrung die Situation kennt.