Osterlauf Jügesheim

In unserem Kulturkreis ist das Osterfest fest verbunden mit der Suche nach bunten Eiern. Am Vormittag des Ostermontag wurden in der Umgebung des Maingau-Energie-Stadions von Rodgau-Jügesheim aber nicht solche gesucht, sondern der Start des 25-Km-Laufs. Der war nämlich nicht da, wo das Startbanner hing. 

Zur Startzeit stand Detlev Gumbmann, die Seele dieser Veranstaltung, ziemlich alleine  am Wegesrand. Da, wo das Startbanner auch den Start vermuten liess, war auch eine farbige Linie auf die Straße gemalt, es stand auch eine Zahl dran – das aber war keine 25, sondern die 10. Zum Start über 10 Km kam es aber erst eine halbe Stunde später.

„Hallo, der Start ist hier … !“

So konnte man etwa zur selben Zeit über den mobilen Lautsprecher hören, und die Karawane der Sportlerinnen und Sportler setzte sich wieder in Bewegung, 200 Meter weiter zur Startlinie des 25-Km-Laufs, die da ziemlich unbemerkt auf den Boden gemalt war.
Da eine solche Veranstaltung ohne Sponsoren nicht durchführbar wäre, wurden diese bei den üblichen Ansagen vor dem Start natürlich gebührend erwähnt. Auch erwähnt wurde ein „Beitrag“ von Hessen-Forst. Es gab nämlich in der Vorwoche in dem Waldstück, durch das die Strecke führen soll, einige Bauarbeiten. Man habe den Weg zwar provisorisch mit Schotter instand gesetzt, unvoreingenommene Geister sollten sich aber dennoch an einen Aufenthalt auf dem Truppenübungsplatz erinnert fühlen.

246 Teilnehmerinnen und Teilnehmer erreichten schlussendlich das Ziel über 25, 269 das über die 10 Km.

Die Reihenfolge des Zieleinlaufs über 10 Km lautete Degen Ayele (Friedberg-Fauerbach) vor Konrad Frischkorn (TCEC Mainz) und Manuel Ruhland (Spiridon Frankfurt). Das sind dann jeweils auch die Sieger der Altersklassen HKMM, U20M sowie M30.
Die erste Frau war Sarah Kistner (MTV Kronberg) auf Gesamtrang 5.

Während die 10-Km-Läufer ins Ziel kamen, liefen die über 25 Km gerade draussen vor dem Tor an der Wasserstelle vorbei in ihre zweite Runde.
Der Sieger hatte eine weite Anreise, er hiess Marcel Krieghoff und kam aus Erfurt. Für die 25 Kilometer brauchte er 1:23:54.79 Stunden. Er gewann nicht nur die Gesamtwertung, sondern auch seine Altersklasse M30. Auf den Plätzen folgten Kay-Uwe Müller (M35, Steide-Runners.de) und Jürgen Reiser (M40, LG Odenwald). Beste Frau auf Platz 6 der Gesamtwertung: Laura Chacon-Biebad (ASC Darmstadt).

Dass der Veranstalter die Rennen nach eigener Aussage professioneller gestalten möchte merkt man. So wurden die Teilnehmer im Vorfeld dazu animiert, sich der Voranmeldung zu bedienen, statt wie in der Vergangenheit lange Schlangen vor den Nachmeldeschaltern zu bilden. Das hatte nicht nur einmal große Probleme sowohl mit der Datenerfassung als auch mit der Einhaltung der Startzeiten beschert. Als „Bonbon“ gab es die Zusage, im Verhinderungsfall keine Gebühren zahlen zu müssen. Die Methode fruchtete, und anderen Sportarten sei geraten, sich damit anzufreunden. Statt die Sportler mit teilweise horrenden Meldegeldern abzuschrecken, mit denen sich auch die Veranstalter keinen Gefallen tun, und zu glauben, die Forderung nach Nachmeldegebühren würde den gewünschten Erfolg haben, sieht man hier, wie man ohne viel Extra-Aufwand eine ansehnliche Starterzahl zu seinem Rennen lotst!

Mehr zur Veranstaltung gibt es hier auf der Webseite des Vereins, die Ergebnislisten findet ihr bei Maxx-Timing.

Meine Fotos vom Rennen sind in der Bildersammlung zu sehen.