Laufnacht Trebur

Wer hat sich nur dieses Datum dafür ausgesucht? Freitag der 13.!
Zum siebenten Mal fand am vergangenen Freitag Abend in Trebur die Laufnacht statt, ein inzwischen überregional bekanntes Ereignis. Die Veranstalter erwarteten im Vorfeld mehr als 1000 Teilnehmer am Start.

Bereits vor Beginn der Veranstaltung hingen dunkle Wolken am Himmel. Es dauerte aber bis etwa Mitte des Ereignisses, bis Petrus seinen Senf dazugeben wollte und mal kurz für drei Minuten zu Besuch kam. Der Lauf der elfjährigen Schüler und Schülerinnen ging so quasi in Sturzfluten unter, der Zielaufbau wurde durch Sturmböen kurzzeitig umgeräumt und die nachfolgende Women´s-Challenge bedankte sich über Wasserglätte auf der Straße. Da war es aber zumindest von oben schon fast wieder trocken. Es blieb dann weitgehend bei dieser einen nassen Episode.

Begonnen hatte der Abend mit den Bambini um 18 Uhr, als es gerade dunkel geworden war und die Beleuchtung im Start- und Zielbereich ihre Wirkung entfalten konnte. Nicht nur, dass die ohnehin vorherrschende Straßenbeleuchtung für allgemeine optische Gelbsucht sorgte, der Veranstalter hatte auch noch bunte Scheinwerfer aufstellen lassen, die öfters mal ihre Farbe wechselten. Eine tolle Atmosphäre! Die Veranstaltung wurde wie immer von „Van Man“ Jochen Heringhaus professionell moderiert.

Der Jahrgang 2010 und jünger über 600 Meter verblieb noch ohne Zeitnahme, danach aber ging es um Medaillen und Urkunden.
20 Minuten nach dem ersten Start gingen die 6-7jährigen auf eine Runde von etwa einem Kilometer Länge, gefolgt von den nächsten Altersklassen der Kinder hin zu den Schülern W11/M11, die wie schon erwähnt vorzeitig duschen durften.

Es war augenfällig: Bis zu dem Schutt waren, wie bei den „Kurzen“ halt mal üblich, zahlreiche Eltern als Zuschauer an der Strecke. Danach nahm das Interesse leider doch etwas ab, was aber nicht heißen soll dass man inkognito unterwegs gewesen sei. Es herrschte immer eine rege Beteiligung des Publikums, nur dass sich viele halt doch unter Schirme und Vordächer in Sicherheit brachten, falls es doch erneut zu regnen begonnen hätte.

Um 19:45 Uhr begann dann das erste längere Rennen, die Women’s-Challenge über 5 Runden, an die sich der Team-Run anschloss. Die Men’s-Challenge bildete ab 20:55 Uhr den Abschluss.

Wer nicht da war hat was verpaßt! Auch wenn meiner Meinung nach während mancher Rennen die Übersicht etwas gelitten hat war es doch eine tolle Veranstaltung, die auch andernorts ausprobiert werden sollte.

Die offizielle Ergebnisliste findet ihr beim Veranstalter. Sie hat einen Umfang von 22 Seiten. Ich erspare mir hier die Aufzählung der Siegerinnen und Sieger, denn sonst würde es rasch langweilig. Lesen werdet ihr selber können. Es gab viele Wertungsklassen, da wurde nichts über einen Kamm geschoren.

Bilder vom Abend sind in der Bildersammlung.

Exkurs dazu:
Fotografie in der Dunkelheit, hier bei Straßenbeleuchtung, ist natürlich schwieriger als an sonnigen Tagen. Es bleibt nicht aus, dass ohne Nachhilfe die Bilder die Farbe des Lichts annehmen, mit dem sie beleuchtet wurden. Hier also das Gelb der Straßenlampen.
Auch ist Blitzlicht nicht immer und überall der Weisheit letzter Schluss, denn gelegentlich stört es doch. Es sorgt aber für klare und natürliche Farben.
Um überhaupt unter diesen Bedingungen Bilder machen zu können braucht man lichtstarke Objektive und eine hohe ISO-Einstellung. Die Folge dessen ist starkes Bildrauschen (früher nannte man es Korn), weil es sich bei digitalen Kameras um elektronische Verstärkung des vom Sensor gelieferten Signals handelt. Dagegen kann man wenig tun, wenn man auch im Hintergrund durchgezeichnete Bilder wünscht, die nicht im nächtlichen Nichts enden.

2 Antworten auf „Laufnacht Trebur“

  1. Lieber Thomas,

    danke für den schönen Bericht, aber…
    ….unter dem starken Regen litten nicht nur die Jungs. Der Regenlauf war ein gemischter Lauf der W11 und der M11.
    Und…. es gewann ein elfjähriges Mädchen!
    Viele Grüße
    Heinz-Josef

    1. Bravo, Heinz-Josef. Vermutlich haben Sie sogar recht, allerdings vergeht kaum noch ein Wochenende ohne solche Kommentare. Es wird vermutlich besser sein, in Zuknft vom Schreiben von Artikeln vor allem über Rennen mit Kindern Abstand zu nehmen, weil es immer Leute geben wird die in den Krümeln suchen um etwas zu Kritisieren zu haben. Dafür sind mir meine Zeit wie auch meine Nerven als Amateur einfach zu schade! Was haben denn die Profis dazu geschrieben? Haben sie das Rennen überhaupt erwähnt? Ich hatte heute noch keine Zeit, Zeitung zu lesen. Wer es besser kann darf es gerne machen. Ich werde in Zukunft sonntags lieber spazieren gehen statt den Tag mit dem Schreiben von Artikeln zu verbringen!

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