Jurassic Park?

Die 36. Auflage vom Großen Preis der Stadt Bad Homburg, gemeinhin als das Kurparkrennen bekannt, ist Geschichte.
Der Sieger der Profis heisst Simon Geschke.

Wie komme ich in diesem Zusammenhang nun auf „Jurassic Park“?
Ganz einfach. Dieser Film hatte die Dinos zum Thema. Das waren jene Urzeitviecher, die viel zu spät merkten, dass der Mereorit kam, und ihrem Treiben ein Ende machte.

Das gestrige Radrennen war und ist sportlich sicher ein Hit.
Seine Strukturen aber sind von Vorgestern und nach meinem Empfinden irgendwie nicht mehr so wirklich zeitgemäß. Das fängt damit an, dass potentielle Besucher weder auf der Webseite des Vereins noch wirklich sonstwo im Vorfeld dazu eingehende Informationen finden konnten. Es gab online nicht einmal eine Starterliste, was andernorts inzwischen eine Selbstverständlichkeit ist. Bei geschlossener Meldeliste ist die ja nun früh genug bekannt.

Desweiteren hält sich hartnäckig das Gerücht, dass derlei Profirennen abgekartete Sachen seien, will heissen, dass das Ergebnis angeblich vorher schon feststeht. Gestern ging diese Rechnung nun doch nicht auf, denn wie gewöhnlich gut informierte Kreise kolportierten sollte eigentlich Andreas Schillinger gewinnen. Er wurde am Ende aber „nur“ Siebter. Soviel also zu diesen Gerüchten.

Schon im ersten Drittel des Rennens über 50 Runden gleich etwa 80 Kilometer bildete sich eine Spitzengruppe von etwa einem Dutzend Fahrern, darunter der Deutsche Meister Emanuel Buchmann, Björn Thurau oder eben Simon Geschke, der mit dem Gewinn der doppelt zählenden Schlusswertung den Sack für sich zu machte. Sein vielseitiges Talent zeigte dabei auch Karl Platt, der ja eigentlich ein ausgewiesener Mountainbiker ist, hier aber stets vorne mitmischte.
Verschiedene Ausreißversuche anderer Fahrer jener Führungsgruppe hatten keinen Erfolg.
Das große Hauptfeld mühte sich redlich, die Lücke wieder zu schließen. Das scheiterte aber an Uneinigkeit, denn die Teams, die vorne Fahrer dabei hatten, bremsten. Es liegt in der Natur der Sache. Diese hatten kein Interesse daran, dass jemand anderes ihrem Kollegen da vorne Konkurrenz machte.

Die anderen Rennklassen habe ich nach reiflicher Überlegung und Abwägung der Möglichkeiten nicht besucht.
Der Renntag begann ja schon um 8:30 Uhr mit der U17, gefolgt von den jüngeren Klassen bis zu den Fette-Reifen-Rennen. Rennen der C-Klasse, der Damen oder der Senioren waren nicht ausgeschrieben.
Seit einiger Zeit verlangt der Gesetzgeber, dass man von Minderjährigen nur mit Erlaubnis der Eltern Bilder machen dürfe.
In der Praxis ist das nicht machbar, also lassen wir es!
Das Jedermannrennen war das offenkundige Monopol der Fotofirma, und auch da gilt: Wer nicht will, der hat schon! Ich habe es auch da nicht nötig, mich von der Seite anmachen zu lassen, wie es Anno 2009 nach der Velotour schon einmal mit ähnlichen Personen vorgekommen ist. Genug ist genug!

Die offizielle Ergebnisliste steht auf Rad-net, meine Bilder sind zum Anschauen in der Bildersammlung zu finden.

Auch wenn es der Veranstalter offiziell nicht in die Ausschreibung schrieb, darf man aufgrund der äußeren Erscheinung von der Anwesenheit offizieller Fotografen ausgehen. Bitte besorgt euch eure Bilder dort. Wie ich andernorts schon geschrieben habe bin ich nicht mehr bereit, mich für allfällig als zu niedrig empfundene Umsätze dieser Kreise verantwortlich machen zu lassen.
Sucht euch da bitte einen anderen nützlichen Idioten!