Rund um den Petersweg

Luca Herbert von der RSG Frankfurt gewinnt das Kriterium „Rund um den Petersweg“ am 26.4.2015 in Mainz-Kastei und steigt damit in die B-Klasse auf. Das Artikelbild oben zeigt die Startaufstellung zu diesem Rennen aus erhöhter Perspektive.
Auf den Plätzen folgen Philipp Küllmer vom RV Sossenheim/Team GF Pro Fachklinik Dr. Herzog sowie Tim Kreckel aus Limburg. Tim Uhl aus Wiesbaden wurde Vierter.

So lautet das Ergebnis des ersten Rennens an diesem Sonntag früh, das um 8:45 Uhr gestartet worden war und über eine Distanz von 65 Kilometer führte. Das entsprach auf dem Kurs im Industriegebiet von Mainz-Kastel genau 50 Runden und war nur fünf Kilometer länger als die Mindestdistanz, um aufstiegsrelevant zu sein.

Mainz-Kastei, 26.4.2015 Siegerehrung C-Klasse
Mainz-Kastel, 26.4.2015
Siegerehrung C-Klasse

Weitere Ergebnisse findet ihr wie üblich bei Rad-net.de.
Nicht in die Punktewertung kam der ehemalige Radprofi Christopher Roth, aber wie ich hörte hat er den Wein mit nach Hause genommen. Wohl bekomm´s!

Kriterium? Was ist das? Fragen wir Wikipedia:

„Als Kriterium (aus dem Französischen Critérium = Wertmesser, Prüfstein)[1] werden Radrennen auf einem relativ kurzen, mehrmals zu befahrenden und meist innerstädtischen Rundkurs bezeichnet, der zwischen 800 und 10.000 Metern messen muss.“

Es siegt, wer in den Wertungen die meisten Punkte holt. Die andere häufig vorkommende Variante von Straßenradrennen ist das Rundstreckenrennen, das eben gewinnt, wer als Erster ins Ziel kommt.

Man konnte am Rennverlauf erkennen, wie gerade der Stand ist. In der Runde vor der nächsten Wertung versuchen aussichtsreiche Fahrer, Angriffe zu setzen und einen Vorsprung heraus zu fahren, während in der Zeit dazwischen mitunter „Schlafwagen“ gefahren wird, das heisst, das Rennen plätschert mehr oder weniger gemächlich dahin.
Um die Spannung hoch zu halten lassen die Veranstalter daher auch Prämien ausfahren. Das kann ein Geldbetrag oder auch ein Sachpreis – wie hier Wein – sein. Das lockt dann so manchen Schnäppchenjäger heraus, der sonst gerne hinten fährt. Die Taktik überraschender Vorstösse von hinten ist oft erfolgreich, da die Fahrer vorne im Feld aufeinander aufpassen.

Kriterien zeichnen sich sowieso oft durch taktische Fahrweise und häufige Tempowechsel aus, denn über dem Punktgewinn steht noch der Rundengewinn. Schafft es ein Fahrer, einen Vorsprung von mehr als einer Runde heraus zu holen, führt er gegenüber denen, die „nur“ Punkte auf dem Konto haben, die Wertung an, auch ohne sonst auch nur einen Punkt gewonnen zu haben.

In solchen Situationen ist dann  Hektik im Feld, und so kommt es wie auch an diesem Tag mitunter zu Stürzen, und die Sanitäter leiden nicht an Unterbeschäftigung. Das klingt makaber, aber wer solche Rennen fährt weiss, worauf er sich einlässt. Deshalb sind sie auch nicht Jedermanns Sache.

Am Start: KT/A/B-Klassen
Am Start: KT/A/B-Klassen

Es folgte danach ein vergleichsweise schwach besetztes Rennen der KT/A/B-Klassen, das Dominik Ivo vom RV Blitz Spich gewann, sowie verschiedene Frauen, Senioren, Schüler und Hobbyrennen. Die teilweise geringe Beteiligung kann daran gelegen haben, dass am gleichen Tag in der Pfalz das erheblich größere Straßenrennen in Überherrn stattgefunden hat.

Gemäß meiner ursprünglichen Planung habe ich die Veranstaltung nach dem Start des zweiten Rennens verlassen, um nach Wombach zum MTB-Bundesligarennen zu fahren. Was dort geschah lest ihr bitte in einem eigenen Artikel.

Mehr Bilder zum Rennen gibt es in der Bildersammlung.