Reinheimer Duathlon

Hessens ältester Duathlon erlebte heute Vormittag die 26. Auflage.
49 vorangemeldete Teilnehmer waren am Start, und auch wenn man etliche Nachmeldungen berücksichtigt waren es in der Vergangenheit schon mal mehr.
Es gewann mit großem Vorsprung Andreas Tschishakowski vom TV Miltenberg, bei den Damen Tine Holst von Eintracht Frankfurt.

Dieser Duathlon ist aus Sicht eines Laien sozusagen ein „trockener“ Triathlon. Man kann das dem nicht vorhandenen Schwimmbecken zuschreiben, oder den Mitte April immer noch recht frischen Temperaturen, vor allem beim Start morgens um 9 Uhr.
Auch der als bescheiden empfundenen Teilnehmerzahl kann man es anlasten, dass die Veranstalter nach verschiedenen Erprobungen in den vergangenen Jahren wieder zum alten Modus zurückgekehrt sind. Man lief also erst mal eine Runde zu 5 Kilometer, fuhr drei Runden à 11 Kilometer Rad und lief dann erneut eine Runde zu 5 Kilometer.

Hört sich nicht viel an?

Möglicherweise mag das so aussehen, aber vergesst bitte nicht dass die vermeintliche Sprintdistanz (als solche war es ausgeschrieben) über Stock und Stein durch hügeliges Gelände geführt hat, zum Hundertmorgen genannten Hügel jede Runde hinauf und wieder hinunter, teilweise auf unbefestigten Wegen, und auch vor dem Sportplatz im Dorf Ueberau, wo sich Start, Ziel und Wechselzone befanden, ist es nicht gerade eben. Der Herrgott hat seinerzeit beim Erschaffen des vorderen Odenwaldes eben vergessen, zu bügeln.
Man konnte die Anstrengungen den Finishern ansehen, die sich nach rund eineinhalb Stunden im Ziel kaum noch auf den Beinen halten konnten.

Schon nach der Laufrunde am Anfang kristallisierte sich heraus, dass das Ergebnis zwischen Andreas Tschishakowski, Felix Hohm und Markus Frank ausgemacht werden würde. Felix ging vor Andreas auf die Radstrecke, wieder zurück kamen sie aber in umgekehrter Reihenfolge. Auf der abschließenden Laufrunde war dann die große Sorge von Andreas, dass man ihn vielleicht doch noch einholen würde. Es reichte aber für den Platz oben auf dem Treppchen, und das doch recht deutlich.

Bei den Frauen war die Entscheidung noch deutlicher, was angesichts einer Beteiligung von lediglich vier Damen auch niemanden wunderte. Zwischen Tine Holst und Diana Steffenhagen lagen zehn Minuten.

Die Veranstaltung ist in der Region der Saisonauftakt und spricht SportlerInnen aus erheblichem Umkreis an. So kamen sie teilweise auch aus Frankfurt, Gelnhausen, Heidelberg oder Mainz angereist.

Ergebnisse finden sich auf der Website des Veranstalters,
meine Fotos sind online.