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Treburer Crosslauf

Mit über 500 angemeldeten Teilnehmern und Teilnehmerinnen außergewöhnlich gut besucht war der diesjährige Treburer Crosslauf. Auch wenn die Bodenverhältnisse alles andere als gut waren tat das dem Andrang entgegen erster Befürchtungen der Veranstalter keinen Abbruch. In die Veranstaltung integriert waren Kreis- und Südhessische Meisterschaften.

„Crosslauf […] ist eine Variante des Laufsports, bei der das schnelle Durchlaufen von profiliertem Gelände abseits befestigter Wege im Vordergrund steht.“ (Wikipedia)
Die Verhältnisse, die sich im Verlauf der Wettbewerbe in Trebur einstellten, entsprachen aber eher „Tiefwaten“.

In der Nacht zuvor war ein wenig Schnee gefallen. Nicht viel, aber genug, um unter der anfangs warmen Sonne dieses Wintertages binnen kurzer Zeit das Gelände in einen Sumpf zu verwandeln, der nicht nur den Sportlerinnen und Sportlern das Fortkommen erschwerte. Wer keine Schuhe mit Spikes besass war von vorn herein reichlich im Nachteil. So manch einer absolvierte die Abhänge auf dem Hosenboden, weil die Schuhe auf dem aufgeweichten Untergrund einfach keinen Halt mehr fanden.

tiefer Boden beim Crosslauf
tiefer Boden beim Crosslauf

Hauptbestandteil der Strecke war, wie in den Jahren zuvor auch, der Rheindamm vor dem Stadion, in dem Start und Ziel untergebracht waren. An die Ortsfremden: Deiche gibt es an der Nordsee, am Rhein gibt es Dämme! Die sind zwar nicht ganz so hoch, erfüllen aber in manchem Frühjahr bei der Schneeschmelze ihren Zweck. die Dörfer trocken zu halten, während das Land dazwischen nicht selten unter Wasser steht. In so manchem Frühjahr läuft das Bett von Vater Rhein schon mal über. Das Thema „Überflutungsflächen“ aka Polder ist nicht Gegenstand dieses Beitrags.

Begonnen haben die Läufe um 11 Uhr mit einem Zwergenlauf über 400 Meter, bei dem vor allem die Kleinsten auf den Geschmack gebracht werden sollten. Eine Zeitnahme gab es dabei nicht, und ausnahmsweise war es den Eltern erlaubt, ihre Sprößlinge bei Bedarf zu begleiten.

Zwergenlauf
Zwergenlauf

Der Kurs? Da gab es zwei Varianten. Eine kleine und eine große Runde, die ggf. mehrfach zu belaufen waren. Nach dem Start im Stadioninnenraum verlief die Strecke über eine „Volleyballfeld“ genannte Sandgrube, zum Tor hinaus, über den Parkplatz vor dem Stadion und weiter am Damm entlang bis zum Wendepunkt und wieder zurück. Dabei ging es mehrfach den Damm hinauf und wieder hinunter, wobei der Boden im Tagesverlauf so seifig wurde dass man sich gezwungen sah, Matten auszulegen, um überhaupt noch halbwegs reguläre Verhältnisse zu gewährleisten. Ohne Spikes wurde es rasch zu einer Rutschpartie.

Ein erster Höhepunkt war der Lauf der Männer Mittelstrecke um 11:35 Uhr. Die Distanz von 3500 Metern entsprach einer kleinen und zwei großen Runden und wurde von Axel Dietrich (ASC Darmstadt) beherrscht. Er benötigte 11:41 Minuten. Bei den U20 findet sich erneut Aaron Bienenfeld von LG Offenbach ganz vorn in der Liste. Seine Zeit: 11:49 Minuten.

Männer Mittelstrecke
Männer Mittelstrecke

Nach dem Lauf der U12 folgte der Wettbewerb der Frauen über die eben schon gesehene Distanz. Es gewann Alexandra Behrens (ASC Darmstadt) ihre Klasse W40 wie auch den Lauf in 13:55 Minuten.

neue Moden: leuchtende Handschuhe
neue Moden: leuchtende Handschuhe

Nicht länger als die Rennen der Kinder, nämlich 700 Meter, war der folgende Sprintcross über eine kleine Runde. Er ging an Oskar Schwarzer vom TV Groß-Gerau in 1:59,4 Minuten.

Über die zehnfache Distanz folgte sogleich der Lauf der Männer Langstrecke über 5 große Runden. Thomas Seibert vom SSC Hanau-Rodenbach setzte sich früh ab und entschied den Wettbewerb in 24:58 Minuten für sich. Damit gewann er auch die Altersklasse M35. Sieger der M40 wurde in 25:39 Minuten der Gesamtzweite, Thorsten Behnke von Spiridon Frankfurt. Auf dem dritten Platz folgte der für den TuS Griesheim laufende Björn Kuttich.

Der Sieger der Langstrecke: Thomas Seibert
Der Sieger der Langstrecke: Thomas Seibert

Nur eine Runde kürzer war der abschließende Lauf der Senioren M50 und älter. Paul Guckelsberger vom LC Mengerskirchen entschied diesen Wettbewerb in 21:34 Minuten für sich. Als ältester Teilnehmer steht Hermann Hastenteufel aus Mosbach in den Ergebnislisten. Er startet in der M70.

Die Ergebnisse kann man auf der Website der Veranstaltung einsehen (PDF).

Meine Bilder findet ihr im Fotoarchiv.