Warten Sie 30!

Mit einer halben Stunde „Verspätung“ fand heute in Offenbach der 6. Offenbacher Suppenschüssel-Crosslauf statt.

Ort der Veranstaltung war der Leonhard-Eißnert-Park zwischen VFB-Clubheim und Fussballstadion am Bieberer Berg.
Als man zum Start des 800m-Sprintcross aufrufen wollte fiel auf, dass es eine Diskrepanz gab zwischen der örtlichen Ausschreibung und der Bekanntmachung im Laufkalender von eben jener halben Stunde. Also entschied man sich zu warten. Bei für die Jahreszeit warmen 15 Grad Celsius war das auch nicht schwer.

Man kann darüber streiten, woher der Lauf seinen Namen hat: Einmal von der Kuhle im Park, oder von den originellen Sachpreisen. Sieger und Platzierte erhielten nämlich Suppenschüsseln unterschiedlicher Größe.

Siegerpreise: Suppenschüsseln
Siegerpreise

Wer zu dem Lauf finden will verlässt die Autobahn am Anschluss Taunusring und folgt dem Odenwaldring (B43), bis an der Aral-Tankstelle rechts die Bieberer Straße (B448) abzweigt. Folgt dieser Straße bis das Stadion in Sicht kommt. Der Parkeingang ist auf der linken Straßenseite.
Parkplätze gibt es auf den ersten Blick nicht allzu viele. Da wäre einmal eine zeitweilig ungenutzte Bushaltestelle am Sparda-Bank-Hessen-Stadion und der an der Straße gelegene Parkstreifen, aber etwas versteckt gibt es noch den Gästeparkplatz im Bierbrauerweg, wo sich auch das Vereinsheim des VFB befindet, in dem später die Siegerehrung stattfand.

Der Kurs von etwas mehr als einem Kilometer Rundenlänge war je nach Distanz zwei-, drei- oder sechsmal zu durchlaufen und hatte eine Form, die entfernt an das Profil einer Eisenbahnschiene erinnert. Der Start liegt demnach mitten am Fuss, von wo aus es nordöstlich über Strohballen bis zum Wendepunkt geht, auf der anderen Seite der Wiese zurück, am Klettergarten vorbei bis zur Kuhle, deren Form wie gesagt an einen Suppenteller erinnert, darin mehrfach mäandrierend rauf- und runter und auf der anderen Seite spiegelbildlich gesehen in gleicher Form wieder zurück. Dabei kommt man noch an der Verkehrsschule, der Skaterbahn sowie an einem renovierungsbedürftigen Kiosk vorbei, die an dem Tag alle geschlossen hatten. Da es keinen Streckenplan gibt und das Ganze von den Helfern jedes Jahr auf’s Neue aus dem Kopf rekonstruiert wird, ändert sich jedes Mal ein wenig die Form.

Den Auftakt der Veranstaltung machte um 12 Uhr der Sprintcross – eine verkürzte Runde von 800 Metern Länge – den Jannik Trunk vom SSC Hanau-Rodenbach in 2:46 Min. für sich entschied. Simone Kafurke vom TV Schweinheim war beste Frau mit 3:57 Min auf Platz 12. Ins Ziel kamen 14 TeilnehmerInnen.

Sieger 800m-Sprint: Jannik Trunk
Sieger 800m-Sprint: Jannik Trunk

Beim anschliessenden 2000 Meter langen Schülerlauf über zwei Runden war Arne Hanack von der LG Seligenstadt erfolgreich mit einer Zeit von 9:15 Minuten, gefolgt von Mika Kessler (TV Trebur), von dem wir bei früheren Läufen schon einiges gehört hatten.
Im Ziel: 22 Teilnehmer und Teilnehmerinnen.

Sieger Schüler: Arne Hanack
Sieger Schüler: Arne Hanack

Einen „alten Bekannten“ sah man bei der 4000m-„Mittelstrecke“ in Aktion. Aaron Bienenfeld war als für den veranstaltenden LC Offenbach startender Lokalmatador nicht aufzuhalten und gewann in 13:50 Min. Markus Heidl (Spiridon Frankfurt) und – schon wieder – Jannik Trunk folgten auf den Plätzen. Da ein Angebot zu einer Art Flatrate bestand waren mehrere Dauerstarter dabei, auch wenn es zwischen den Läufen keine nennenswerten Pausen gab.

Aaron Bienenfeld und Markus Heidl in Aktion
Aaron Bienenfeld und Markus Heidl in Aktion

Besondere Gäste kamen zum 8000 Meter langen Hauptlauf von der SG Wenden. Das ist ein Städtchen von etwa 20.000 Einwohnern im Kreis Olpe.

SG Wenden
SG Wenden

Der Sprecher hatte schon vor ihnen gewarnt. Man solle achtgeben, die liefen heute etwas unüblich schnell. Kein Wunder, ging es für die sieben Jungs doch noch um die EM-Qualifikation. Kein Wunder dann auch das Ergebnis: Platz 1 bis 7 für die Sportler aus dem Sauerland.
Tim-Arne Sidenstein gewann in 27:19 Min. vor Niklas Bühner und Simon Huckestein. Bester Nicht-Wendener: Thomas Seibert vom SSC Hanau-Rodenbach, einer der Läuferhochburgen in der Region. Seine Zeit: 28:51 Minuten. Die beste Frau: Natascha Schmitt von der LG Eintracht Frankfurt in 33:58 Min.

Weitere Ergebnisse entnehmt bitte der Liste auf der Webseite des Veranstalters.

Meine Bilder sind im Fotoarchiv.